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YouTube: Die Macht der Community

02.03.2020 | 6 min Lesezeit | Autor: Julian Gemperli

Viele mögen es vermuten, andere glauben nicht dran. Fakt ist: YouTube ist hinter der Google-Suche die zweitgrösste Suchmaschine der Welt. Ob Vlogs von bekannten Youtubern und Stars, Kochvideos zu allerlei kulinarischen Höhenflügen, Tutorials für praktisch jedes Fachgebiet bis hin zu absolut sinnfreiem Content — auf YouTube gibt es alles zu finden.

Quelle: Pixabay

Seit der Gründung des Videoportals durch die drei Pioniere, Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim, im Jahr 2005, ist die Plattform kontinuierlich gewachsen. Vor ihrer Selbständigkeit arbeiteten die drei bei PayPal, wo sie sich auch kennengelernt hatten. Bereits ein Jahr nach dem Launch, im Oktober 2006, kaufte der Tech-Gigant Google die noch junge Firma für umgerechnet rund 1,6 Milliarden Franken.

Das erste Video lud übrigens Mitbegründer Jawed Karim am 23. April 2005 um 20.27 Uhr auf YouTube hoch. Das nur wenige Sekunden andauernde Filmchen mit dem Titel «Me at the zoo» zeigt Karim vor einem Elefantengehege im Zoo von San Diego.

 

Die Relevanz
Nach der Übernahme durch Google gab es für die Plattform kein Halten mehr. Es folgte ein rasantes Wachstum, das bis heute anhält. Aktuelle Nutzerzahlen, und die damit verbundenen Reichweitenmöglichkeiten, lassen so manch einen Marketeer staunen:

  • 1,9 Milliarden monatlich aktive Nutzer
  • Verfügbarkeit in über 91 Ländern und 80 Sprachen
  • 1 Milliarde mobile Views täglich
  • Mehr als 40 Minuten durchschnittliche Betrachtungsdauer auf mobilen Endgeräten

Quelle: Brandwatch

Der eigene Kanal als Erfolgsgarant
Um mit YouTube überhaupt durchstarten zu können, wird als erstes ein eigener Kanal benötigt. Wer sich im Google-Kosmos halbwegs auskennt, hat dies in wenigen Minuten vollbracht. Danach gilt es den neu eröffneten Kanal so informativ und ansprechend wie möglich zu gestalten. Wichtig dabei ist, dass auf bestehende CI/CD-Guidelines geachtet wird und sich der eigene Kanal so optimal in die bereits bestehenden Social-Media-Profile eingliedert.

Als erstes sollte eine ausführliche Kanalbeschreibung verfasst werden, die dem Besucher gut verständlich mitteilt, was es auf dem Kanal zu sehen gibt. Ebenfalls von Bedeutung sind die Kanaltags. Sie erleichtern die Auffindung des eigenen Kanals oder dessen Inhalte in der YouTube-Suche. Ist dies geschehen, sollten alle eigenen Profile in den sozialen Medien verlinkt werden. Diese werden danach rechts oben im Banner und in den Kanalinfos angezeigt. Ausserdem ist es wichtig, eine aktiv betreute E-Mail-Adresse zu hinterlegen, damit allfällige Kontaktanfragen gestellt und empfangen werden können.

Der Beschreibungstext in der Kanalinfo sollte aussagekräftig und gut verständlich sein.

Mit Hilfe der Kanaltags kann die Auffindbarkeit in der YouTube-Suche verbessert werden.

Das wohl auffälligste Merkmal eines YouTube-Kanals ist jedoch das Banner ganz oben. Dieses kann entweder mit Bildmaterial bzw. Farben im Design der Unternehmung befüllt, oder aber als eine Art Erweiterung des Infobereichs genutzt werden. Darin können beispielsweise allgemein wichtige Infos zu lesen sein oder auch Uhrzeiten, die die Besucher darüber informieren, wann es neue Videos zu sehen gibt.

Ein Teaser-Video in der Kanalübersicht ermöglicht zudem, ähnlich wie ein Trailer im Kino, bei den Besuchern in wenigen Sekunden die gewisse «Lust auf mehr» zu schaffen. Inhalte könnten dementsprechend kurze Zusammenschnitte aus bestehenden Videos sein, oder auch Elemente, die Spannung erzeugen.

Das Top-Banner ist das auffälligste Element eines YouTube-Kanals. Oben rechts sind zudem die verknüpften Social-Media-Accounts verlinkt.

Übung macht den Meister
Ist der Kanal erst einmal sauber aufgesetzt, können die eigenen Videos auch schon folgen. Auf eine Anleitung zum «perfekten Video» verzichten wir an dieser Stelle, da es diese so nicht gibt. Jede Branche, jedes Produkt und jede Dienstleistung spricht eine andere Zielgruppe mit anderen Bedürfnissen und Verhaltensgewohnheiten an. Bei der Umsetzung der Videos darf daher ruhig ausprobiert und getestet werden, denn schliesslich macht erst die Übung den Meister.

In diesem Sinne: Viel Spass beim Austoben auf YouTube.

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Mit seinem Bachelor of Science in Media Engineering mit Vertiefung in Integrated Corporate Communications und Berufserfahrung im journalistischen Tagesgeschäft, verfügt Julian Gemperli über ein breites kommunikatives und multimediales Wissen. Bei Kernbrand ist er nebst seiner Tätigkeit als Junior Projektleiter auch tagtäglich als Texter und Autor im Einsatz. Mehr Artikel von diesem Autor