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Wie der Algorithmus Ihre Website findet – suchmaschinenoptimiertes Texten

28.06.2017 | 4 Minuten Lesezeit | Autor: Rebecca Rutz

Das Ziel der meisten Websites ist es, von Suchmaschinen wie Google und Bing möglichst gut indexiert und hoch «gerankt» zu werden, nur so werden Sie von Usern optimal gefunden. Aber wie indexieren die Algorithmen? Und worauf gilt es beim suchmaschinenoptimierten Texten zu achten? Wir verraten konkrete Tipps und Tricks.

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SEO (neudeutsch für Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization) ist, sobald es um Websites geht, in aller Munde. Aber was steckt hinter diesem Begriff? Und gibt es Grundregeln, an die man sich halten muss, damit Google die eigene (Unternehmens)website findet?

Keywords als Grundlage der Suchmaschinenoptimierung
Bevor mit einer Optimierung begonnen wird, sollte zuerst einmal analysiert und strategisch festgehalten werden, welches Ziel damit verfolgt werden soll. Dafür werden am besten Keywords festgelegt, anhand derer man gefunden werden will. Bei der Wahl der Keywords soll immer auf den Grundsatz «Qualität vor Quantität» gesetzt werden.

Die richtigen Keywords zu finden, ist kein einfaches Unterfangen. Es ist ein stetiges Abwägen zwischen sehr spezifischen und völlig allgemeinen Begriffen. Ist man nämlich zu spezifisch, ist das Suchvolumen sehr klein; ist man zu allgemein, ist die Konkurrenz riesig und man wird nicht von den richtigen Usern gefunden. Es ist teilweise auch ein Austesten, was gut funktioniert und was weniger. Grundsätzlich gilt immer: Mehr Traffic ist nicht automatisch besser. Es müssen auch die richtigen Personen auf die Website gelangen. Versetzen Sie sich deshalb in die Köpfe Ihrer Zielgruppe. Wonach suchen diese genau? Und bei welchen Suchanfragen möchten Sie als Unternehmen gefunden werden? Überlegen Sie beispielsweise, auf welche Probleme Ihre Zielgruppen Lösungen suchen. Wenn Sie Ventilatoren verkaufen, sollte nicht nur «Tischventilator» eines Ihrer Keywords sein, sondern auch «Hitze im Büro».

Sind die Keywords definiert, geht es darum, diese auf der Website einzubauen. Dazu werden idealerweise sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft und deshalb alle Texte, Metadaten und Bilder optimiert.

Richtig texten um gefunden zu werden
Google setzt bei seinem Suchalgorithmus je länger je stärker auf den Inhalt. Wo früher noch ein reines «Keywordspamming» möglich war, wird dieses heute abgestraft. Vorbei sind also die Zeiten, in denen man seine Keywords am Ende des Textes in Weiss und somit für den Leser unsichtbar einfügen konnte. Heute geht es darum, den Content, also den Inhalt, an den Keywords auszurichten und diese beispielsweise in die Webseitentexte einfliessen zu lassen.

Natürlich funktioniert nicht jedes Keyword in jedem Text, ohne dass der Lesefluss oder die Logik darunter leidet. Wichtig ist aber, die Keywords im Hinterkopf zu haben und gezielt einzufügen; vielleicht einmal mehr, als man es in seinem natürlichen Schreibstil für nötig befinden würde. Google bewertet zudem Wörter, die im Titel sowie in den Zwischentiteln enthalten sind, höher. Deshalb ist es sinnvoll, aussagekräftige Wörter – optimalerweise Keywords – als Titel und Zwischentitel zu verwenden. Achten Sie darauf, die Zwischentitel nicht einfach dekorativ fett zu machen, sondern wirklich als Titel (d.h. als H1, H2 etc.) zu definieren.

SEO-gerecht zu texten ist eine Gratwanderung: Einerseits möchte man den Text schön und inhaltlich komplett korrekt schreiben. Andererseits soll er positionieren und Besucher über die Suchmaschine auf die Seite holen. Ein Geheimrezept oder eine exakte Wissenschaft gibt es hier nicht, es gilt möglichst viele verschiedene Keywords zu platzieren ohne den Leser zu verlieren. Wie viele Keywords möglich sind, ist von Text zu Text verschieden. Hier gilt es auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Wie oft ein bestimmtes Keyword in einem Text vorkommt, ermittelt z.B. dieses Tool: http://www.seitenreport.de/tools/seo-tools/keyword-density.html

Achtung: Google wertet die Seiten ab, wenn der Algorithmus das Gefühl hat, es sei Spam. Das passiert beispielsweise, wenn das Keyword zu intensiv gebraucht wird. Ob Google Spam vermutet, lässt sich ebenfalls über das oben genannte Tool ermitteln.

Ein nützliches Instrument also, um ein Gefühl für die richtige Keyword-Dichte zu entwickeln.

Keywords in Metadaten platzieren
Nicht nur das suchmaschinenoptimierte Texten, sondern auch das Platzieren von Keywords ist wichtig für SEO. Deshalb: Nutzen Sie unbedingt die Funktion des Metatitels sowie der Metadescription. Diese werden von Google noch immer mitindexiert und bei einer Suche als erstes angezeigt:

Beispiel Metadaten Metatitel Metadescription

Wenn hier nichts steht, und vor allem keine Keywords im Text enthalten sind, ist das eine verlorene Chance.

Grundsätzlich gilt: Der Metatitel sollte nicht länger als etwa 55 Zeichen sein, für die Metadescription stehen maximal 156 Zeichen zur Verfügung. Wird keines von beidem eingefügt, zieht das System wahllos Text aus dem Beitrag. Hier kann und soll also gut gesteuert werden.

Auch Metakeywords können hier eingepflegt werden. Seit dem letzten Algorithmusupdate ignoriert Google diese aber fast komplett. Trotz allem können sie natürlich eingefügt werden.

Falls Sie eine Vorschau möchten, wie die Metadaten bei Google aussehen würden, gibt es dafür einen Simulator: http://www.programmierung-webdesign-seo.de/seo-tool-title-description-generator-serps-simulator.html

Bilder richtig benennen
Auch die Bilder spielen eine wichtige Rolle. Google kann nicht «bildlich» indexieren, sondern nur textlich. Die Bildbeschriftung und vor allem auch der Alternativtext sind deshalb sehr wichtig. Der Alternativtext wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Auch hier sollen Keywords platziert werden.

Links
Interne und externe Links werden von Google ebenfalls positiv gewertet. Verlinken Sie gerne einmal einen Hersteller der Maschinen oder die Website eines Zulieferers. Intern (d.h. innerhalb Ihrer eigenen Website) können Sie auf die Produkte und Dienstleistungen verlinken oder auf bestimmte Referenzen etc. Wichtig ist hier noch, dass Sie ein aussagekräftiges Wort verlinken und nicht z.B. «hier klicken». Verlinken Sie beispielsweise direkt das Keyword: Hier geht es zu den Ventilatoren.

SEO-Tipps in Kürze
Zusammengefasst gilt es, die Keywords an folgenden Stellen zu positionieren: Im Text (möglichst auch in den Titeln), in den Metadaten der Seite und als Bildinformationen. Ausserdem sollen vermehrt interne und externe Verlinkungen vorgenommen werden.

Auf welche Fragen und Probleme sind Sie bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung schon gestossen? Oder halten Sie die Suchmaschinenoptimierung für überwertet und unnötig? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.
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Mit ihrem Bachelor of Arts ZHAW in Kommunikation mit Vertiefung Organisationskommunikation ist Rebecca Rutz bestens gerüstet für den Bereich Content Management. Das Texten liegt ihr im Blut und bei Kernbrand setzt sie Inhalte gekonnt in Szene. Mehr Artikel von diesem Autor